Es war einmal …

Franz Stadlhofer

Im steirischen Örtchen Sankt Kathrein am Offenegg wurde Franz Stadlhofer 1955 als zweites Kind von insgesamt fünf geboren. Bereits mit 14 Jahren verließ er seine Heimat, um in Tirol eine Kellnerlehre zu absolvieren. Nach seinem Abschluss arbeitete er mehrere Jahre in Seefeld und Kitzbühel in der Gastronomie. Am Weissensee gründete er eine Familie und fand dort lange Zeit seine Heimat.

Als sein Schwager für die Schule eine hölzerne Wiege für den Werkunterricht erstellen musste, half Franz ihm bei deren Verzierung mit einer Rosette. Dieses erste Schnittmuster war der Beginn seiner bis heute andauernden Leidenschaft für das Arbeiten mit und dem Verzieren von Holz.

1984 begann er diverse Schnitzkurse (Stift Reichersberg, Schloss Weinberg, Zell an der Pram) zu belegen. Den Kerbschnitt erlernte er zuerst bei Georg Klein, den Reliefschnitt beim Bildhauermeister Franz Leeb, aus Gnesau in Kärnten.

Bereits 1971 begann Dr. Josef Mader, ehem. Leiter des Rieder Stadtmuseums, erstmals Kurse des traditionellen Kerbschnitts abzuhalten, basierend auf dessen volkskundlichen Wurzeln. Georg Klein führte sein Werk ab 1984 weiter.

Als Georg Klein in Pension ging, bat er Franz Stadlhofer, die Schnitzkurse weiter zu führen. Im April 1995 hielt Franz seinen ersten Schnitzkurs im Stift Schlierbach (ÖO) ab, im Mai des gleichen Jahres eröffnete er seine erste Schnitzstube am Weissensee.

Dr. Mader unterstützte Franz intensiv mit seinem umfassenden Fachwissen sowie bei gemeinsamen Buchprojekten. Der tradtionelle Kerbschnitt, basierend auf Maders Arbeit, wird auch heute noch von Franz & Andrea Stadlhofer an alle Interessierten in gleicher Form weitergegeben.

2006 begann seine heutige Frau Andrea Stadlhofer bei ihm zu schnitzen. Auch sie packte die Schnitz-Leidenschaft und unterstützte Franz bei der Modernisierung und dem weiteren Ausbau seines Unternehmens. 2010 eröffnete die Schnitzstube in Wien und Andrea hielt nun selbst ihren ersten Kerbschnittkurs ab. 2012 übersiedelte Franz vom Weissensee nach Wien.

Mittlerweile sind aus den zwei 1995 in Schlierbach abgehaltenen Kursen, knapp jährlich 80 in zahlreichen Orten in Österreich geworden. Das Angebot hat sich auf weitere alte Kunsthandwerke ausgeweitet, die von sieben Kursleitern durchgeführt werden.

Wir freuen uns sehr, dass wir bereits so viele Menschen mit unserer Leidenschaft anstecken und begeistern konnten und nehmen dies als Motivation für die Zukunft.

Tradition erlernen.

Zeitloses erschaffen.

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