Franz Stadlhofer
Im steirischen Örtchen Sankt Kathrein am Offenegg wurde Franz Stadlhofer 1955 als zweites Kind von insgesamt fünf geboren.
Bereits mit 14 Jahren verließ er seine Heimat, um in Tirol eine Kellnerlehre zu absolvieren. Nach seinem Abschluss arbeitete er mehrere Jahre in Seefeld und Kitzbühl in der Gastronomie. Am Weissensee gründete er dann eine Familie und fand dort bis heute seine Heimat.
Als sein Schwager für die Schule eine hölzerne Wiege für den Werkunterricht erstellen musste, half Franz ihm bei deren Verzierung mit einer Rosette. Dieses erste Schnittmuster war der Beginn seiner bis heute andauernden Leidenschaft für das Arbeiten mit und dem Verzieren von Holz.
Seinen ersten Schnitzkurs besuchte Franz Stadlhofer 1984 im Stift Reichersberg, wo er beim Kursleiter vom oberösterreichischen Volksbildungswerk, Georg Klein, die verschiedenen Techniken des Kerbschnitts erlernte. Wie besessen von dieser Handwerkskunst widmete er jede freie Minute (und auch so manche Nacht) dem Schnitzen. Zwischen 1988 und 1994 besuchte er zusätzlich Kurse beim Bildhauermeister Franz Leeb, um von ihm auch noch die ornamentale Schnitztechnik zu erlernen.
Ab 1995 hatte er sein Handwerk so weit perfektioniert, dass er sein Hobby zum Nebenberuf machen konnte und am Weissensee seine erste Schnitzstube eröffnete.
Gleichzeitig wollte es der (un)glückliche Zufall, dass sein früherer Kursleiter Georg Klein durch einen Unfall die Schnitzkurse nicht mehr selbst abhalten konnte. Er bat Franz Stadlhofer diese von ihm zu übernehmen und weiter zu führen. Diese Herausforderung nahm er gerne an und hielt im ersten Jahr zwei Kurse ab. Die Geschäfte entwickelten sich gut, so dass Franz seit 1998 die Schnitzerei als Hauptberuf ausüben kann.
Mittlerweile hält er jährlich rund 45 Kurse mit etwa 500 Kursteilnehmern an den verschiedensten Standorten in Österreich ab.

